Tut-Mir-Gut-Liste bei Depressionen

Machen Sie doch einfach mal was, was Ihnen guttut!

Ich erinnere mich noch gut an eine Therapiesitzung, in der mir meine Therapeutin sagte: Sorgen Sie für sich, machen Sie doch mal einfach was, was ihnen guttut. Auf die Frage, was das denn seien solle, bekam ich die vielleicht verständliche Antwort: „Das müssen Sie schon selbst herausfinden.“

Wir haben unsere Community (derzeit über 60.000 Menschen) gefragt: „Was tut ihr, wenn es euch nicht so gut geht?“ Die Ergebnisse findest Du hier in dieser besonderen Tut-Mir-Gut-Liste. Warum besonders? Weil sie nicht aus irgendeinem Ratgeber stammt, sondern von betroffenen Menschen. Von Menschen, die mit den Depressionen leben müssen. Die aufgeführten Ideen sind also dem „Härtetest der depressiven Lebenspraxis“ unterzogen.

Natürlich wird es nicht so sein, dass jeder Punkt jedem gleichermaßen guttut. Die Liste versteht sich als Anregung, mal was auszuprobieren. Gerade dann, wenn man keine Ideen hat oder nicht weiß, was einem gerade guttut.

Hierbei wünschen wir viel Erfolg.

❤❤❤1.000 Dank an alle, die mitgemacht haben!❤❤❤

Liste was bei Depressionen gut tut

Die Tut-Mir-Gut-Liste aus der Community

Natur / Outdoor

  • Im Wald spazieren gehen
  • Mit dem Hund Gassi gehen
  • Zum See gehen, aufs Wasser schauen und Gedanken (davon) treiben lassen
  • Strammer Spaziergang
  • Barfuß im Wald spazieren gehen
  • Spazierengehen mit Musik auf den Ohren
  • Walken
  • Nordic Walking
  • Im Wald innehalten und tief durchatmen
  • In die Natur schauen, Blick schweifen lassen
  • In der Natur das Sonnenlicht suchen
  • Fahrrad fahren
  • Spazieren gehen, aber nicht alleine
  • Spazieren gehen, aber alleine
  • Durch Weinberge wandern
  • In der Natur laufen
  • Das Leben spüren. Wind und Wetter bewusst wahrnehmen
  • Den Klängen der Natur bewusst lauschen
  • Frische Luft oder Seeluft bewusst atmen
  • Wandern und Atmen
  • Am Wasser sitzen
  • einen Baum umarmen
  • Morgens bei Sonnenaufgang an die frische Luft gehen
  • Moor- und Wattwanderungen
  • ans Meer fahren
  • die Natur mit allen Sinnen aufnehmen
  • schnell anziehen und raus

Körper und Sinne

  • Vollbad / Bad nehmen
  • Extrem heiß duschen
  • Sauna und zugehörige Entspannung
  • Wärmflasche
  • Kuscheldecke
  • Baden mit Musik
  • Thermalbad / Therme
  • Wärme generell
  • Wärmekissen
  • Einmal kalt abduschen
  • Mit Lieblingscreme eincremen und den Geruch „einsaugen“
  • Solarium
  • Fußbad
  • Massage
  • Fußmassage
  • Selbstmassage

Ablenkung (medial)

  • alte Filme ansehen / Schwarzweißfilme ansehen
  • Animes-Filme
  • Bücherei
  • Ins Kino gehen
  • An der Konsole spielen / Videospiele
  • Das Buch „Jetzt“ von Eckhart Tolle
  • Eckehart von Hirschhausens Bücher lesen
  • Fernsehen
  • Lustige Videos oder Filme gucken
  • Fotos ansehen
  • Ganz laut Onkelz, Eisbrecher, Stahlmann hören.
  • Gute Serien schauen
  • Hörbücher
  • Kopfhörer auf die Ohren und richtig laut Musik hören
  • Leonard Cohen hören
  • Lesen
  • lesen jetzt
  • Lesen Kopfbewohner oder wer bestimmt mein Leben
  • lustige Taschenbücher
  • Metal hören
  • Mit lesen in eine andere Welt eintauchen
  • Musik hören und mitsingen
  • Powersongs hören
  • schnulzige Romane lesen
  • Spannende Hörbücher
  • Tierdokus
  • Vorträge hören, die mich aufbauen (Bsp.: Robert Betz, Eckhart Tolle, Veit Lindau)
  • Wrestling schauen (Ablenkung)

Essen, Trinken, Genuss

  • Energie Drink
  • Essen
  • Rauchen
  • Ganz in Ruhe Cappuccino oder Kaffee trinken
  • Lieblingsessen kochen
  • Warmer Kaba
  • Kaffee
  • Tee
  • Pringles Barbeque
  • Schokolade
  • Chips

Professionelle, therapeutische, medizinische Hilfe und Selbsthilfe

  • Hilfe von außen (Diakonie)
  • Bedarfsmedikation
  • meine Therapeutin, die mit mir Dinge sucht, die mir guttun
  • Tranquilizer und Schlafen bis die ganz schlimmen Tage vorbei sind.
  • Bei zusätzlichen Kopfschmerzen: Osteopathische Anwendungen, Aufbissschiene für die Zähne
  • (neue) Antidepressiva
  • Selbsthilfegruppen mit psychologischer Begleitungjede Woche ca. 2 Stunden

Selbst kreativ werden

  • Basteln
  • Chor
  • Fotografieren
  • Gedanken und Gefühle wie eine Art Gedicht aufschreiben
  • Handarbeit
  • Handwerkliche Projekte
  • Hörbuch an – Strickzeug – Welt ausschalten
  • Klavier spielen
  • Lieder schreiben
  • Malen
  • Meine Arbeit in der Werkstatt für Psychisch erkrankte
  • Mit Kreide malen
  • Mit meinem Kind basteln
  • Motivtorten – generell backen, verschenken und sich an der Überraschung und dem Lob freuen
  • Musik machen
  • Schreiben – alles was einem durch den Kopf geht
  • Schreiben – draußen
  • Singen
  • Stricken
  • Stricken als Yoga für die Seele
  • Stricken zur Ablenkung
  • Tagebuch schreiben
  • Verarbeitung meiner Gedanken durch Schreiben – in der 3. Person
  • Zeichnen

Haustiere sind oft eine große Hilfe

  • Tiere allgemein
  • Hühner
  • Hunde bürsten
  • Kaninchen
  • Kraftort Reitstall
  • Kuscheltag mit meinen Hunden
  • mein Hund (Gewissen gegenüber meinen Hund, der raus muss )
  • Mein Pferd
  • Meine Hunde & Katze
  • Meine Katzen
  • Meine Meerschweinchen
  • mit den Hunden spazieren gehen
  • Reiten
  • Schnurrende Katze
  • Zu meinen Pferden gehen
  • An meinem Hund riechen
  • Stöckchen-Spiel (Hund)

In Kontakt gehen

  • Das Lachen meiner Kinder
  • Die Kinder meiner Nichten
  • Ein Gespräch mit der allerbesten Freundin
  • Ein Gespräch mit meiner Mama/Mutti
  • Freunde treffen
  • Freunde, die auch an Depressionen leiden
  • Geknuddelt werden
  • Gesellschaft lieber Menschen
  • Gespräche mit Freunden
  • In den Arm genommen werden ohne reden zu müssen
  • Kinder
  • liebevolle Menschen
  • Mein Freund / Partner
  • Mein Job
  • Mein Mann
  • Meine Enkelkinder
  • Meine Frau
  • Menschen die mich verstehen – mich und die Depression
  • Menschen treffen, die einem guttun
  • Mit anderen Hundehaltern beim Gassigehen zufällig ins Gespräch zu kommen
  • Mit dem Partner kuscheln und ihn ganz doll festhalten
  • Mit den Kindern kuscheln
  • Mit der Familie etwas unternehmen
  • Mit ehemaligen Mitpatienten aus der Klinik reden
  • Mit Freunden – meistens aus der Tagesklinik – was ausmachen
  • Mit Freunden was unternehmen
  • Schick machen (also Maske auf) und raus
  • Telefonieren, Chatten
  • Umarmungen
  • unter Menschen gehen
  • Von anderen rausholen lassen (Bei Antriebsschwäche z.B. auch von Geschäften, von zuhause)
  • Von meinen Liebsten umgeben sein
  • Zusammen mit anderen Leuten, denen es auch nicht gut geht chillig in der Gegen tuckern

Sich zurückziehen

  • Gesellschaft meiden
  • Ins eigene Zimmer zurückziehen
  • Rückzug, keinen sehen und nur noch Dinge tun, die mir guttun
  • Ruhe für mich alleine
  • Ruhe und Einsamkeit

Sport und Bewegung

  • Trainieren
  • Am Wasser spazieren gehen und Gedanken davonschwimmen lassen
  • Boxen
  • Ein bisschen über die Stange laufen, so dass man aus der Puste kommt und die Gedanken nur beim Atmen sind
  • Eishockey
  • Line Dance
  • Mein Training im Fitness Studio (auspowern)
  • Schwimmen
  • Sport mit meiner Lieblingstrainerin
  • Sport, Laufen, MTB – den Körper extrem auspowern
  • Sportarten, bei denen man sich richtig konzentrieren und mitdenken muss – z.B. Stockkampf und Parkour, Kickboxen, Kalari
  • Tanzen
  • Tanzsport wie Zumba und Bailaro – da stören mich die vielen Menschen auch nicht

Spezielle Techniken

  • Yoga
  • Achtsamkeitsübungen
  • Atemübungen
  • Atmen – bewusst, langsam und tief
  • Autogenes Training
  • beim kleinsten Anzeichen gegensteuern – achtsam sein mittels der Therapie (DBT)
  • Entspannungsübungen
  • Fantasiereise zum Entspannen,
  • Meditation in komplett verdunkelten Räumen ohne äußere Reize
  • Meditationsübungen
  • Musik hören, die zur Situation passt (der Sänger versteht mich 🙂 ) und zu der ich mitsinge (gibt mir Geborgenheit), später Tanzen und Singen und fröhlichere Songs 🙂 Dazu verbinde ich dann den Gedanken Ich schüttle und singe den ganzen Mist von mir ab!“
  • Progressive Muskelentspannung,
  • Schreien
  • Tief atmen im Rhythmus 3-3-6
  • Tief ein- und ausatmen
  • Versuchen positiv zu denken
  • Meine Liste lesen, in der ich schöne Momente aufgeschrieben habe
  • Liste mit schönen Momenten pflegen

Hilfreiche Denk- und Verhaltensmuster

  • Träumen (von Venedig)
  • Abtauchen in meine Fantasiewelt
  • Akzeptieren des Zustandes
  • Alles aufs Minimum reduzieren, was gemacht werden muss
  • Alles von der Seele reden
  • Als Erstes muss man seine Grundbedürfnisse decken: genügend Schlaf, vernünftig Essen, Bewegung, Ruhezeiten (Pausen), die richtigen Freunde, viel frische Luft
  • Angewöhntes schlechtes Gewissen aufgrund Unordnung in der Wohnung; aufräumen hilft
  • Arbeiten mit Skills Achtsamkeit, Umgang mit Gefühlen und Selbstwert
  • Auch mal Nein sagen
  • Bedingungslose Liebe
  • Beten
  • Darüber nachdenken, warum das so ist
  • Die hellen, kleinen Momente, die in der Dunkelheit auftauchen – wohl wissend, dass sie nicht bleiben, sie sind die schönsten Momente und geben mir Hoffnung
  • Die Willenskraft zu sagen Nein ich möchte nie wieder in dieses Tiefe schwarze Loch zurückfallen!
  • Einfach mal weinen – befreit die Seele
  • Fernseher laufen lassen beim Schlafen, damit keine Gedankenkarusselle entstehen beim Aufwachen…
  • Ganz kleine Sachen – Überforderung bewirkt sonst das Gegenteil
  • Keine Entscheidungen treffen
  • Kleine Ziele setzen, die man erreichen kann und sich dann darüber freuen kann – egal wie klein sie sind z.B. Blumen gießen, Betten machen
  • Laut aussprechen, warum es einen nicht gut geht – am besten gegenüber Personen, bei denen man offen sein kann, weil es einem egal ist, wie sie über einen denkt…
  • Lethargie zulassen
  • Weinen und dann gestärkt wieder rausgehen
  • Sich in den Schmerz hereinfallen lassen, zu Boden zu gehen, weinen bis zur Erschöpfung – man darf nur nicht versäumen wieder aufzustehen
  • Mich nicht dafür hassen, dass ich gerade nichts machen kann
  • Den schlimmen Tag zulassen, er wird vorbeigehen gehen und der nächste hat dann eine Chance besser zu werden, wenn man sich für den jetzigen nicht verflucht
  • Mir bewusstmachen, dass auch das vergänglich ist
  • Nein sagen ohne Skrupel

Noch mehr Verhaltensmuster? Here we go…

  • Nicht zu früh ins Bett gehen
  • Nicht zu streng mit sich sein
  • Schlechtes Gewissen abschalten, sich treiben und gehen lassen
  • Selbstfürsorge
  • Sich an kleinen Dingen freuen
  • Sich bewusstmachen, dass die Depression ein helfen will ein schöneres Leben zu führen (altes hat einen krank gemacht)
  • Sich bewusstmachen, dass man geliebt wird – von Familie, Freunden, Tieren – auch wenn man krank ist
  • Sich immer wieder sagen, mir geht es gut.
  • Sich irgendwie aus dem schwarzen Loch befreien – das macht stolz
  • Sich selber annehmen, wie man eben ist – und das ist gut so wie man ist.
  • Sich über alles freuen, was man geschafft hat
  • Sobald der Elan wieder da ist sofort anfangen was zu machen und zwischendurch nicht hinsetzen
  • Ganz viel Liebe
  • Vergangenheit hinter sich lassen
  • Versuchen Dinge anders zu sehen und zu machen
  • Versuchen positiv zu denken
  • Wenn mein Kopf weiß, dass es gut ist aufzustehen es langsam aber sicher auch meinem Körper beizubringen
  • Feste Zeiten, Tagesrhythmus einhalten

Mehr Ablenkung und andere Gedanken?

  • In ein schönes Café gehen
  • Abends die Lichter der Stadt sehen – von weitem, gespiegelt auf dem Wasser und über einem die Sterne 🙂
  • Auf andere Gedanken bringen
  • Autofahren – einfach nur fahren und Musik hören
  • Backen, derweil auch Neues ausprobieren
  • Bummeln
  • Düfte
  • Eine Aktivität die einem Spaß macht, deshalb kein Joggen, wenn man das noch nie mochte
  • Eine Runde mit dem Auto oder Motorrad und mit guter Musik chillig durch die Gegen tuckern
  • Einen bestimmten Raum gründlich aufzuräumen, neu zu ordnen und auszumisten
  • Einkaufen und Essen
  • Häkeln
  • Kerzenlicht
  • Kochen
  • Kuchen oder Kekse backen – egal zu welcher Jahreszeit
  • Leute beobachten
  • Lichterkette
  • Malen nach Zahlen
  • Möbel zusammenbauen
  • Nähen / Schneidern
  • Puzzeln
  • Streichelgehege im Zoo / Wildgehege
  • Motorrad fahren an der frischen Luft
  • Putzen, saubermachen, ordnen und so das Heim schönmachen und halten

Ruhe und Rückzug

  • Abschirmen und Ruhe, Ruhe, Ruhe
  • Akustische Ruhe und körperliche Ruhe
  • Fünfe grade sein lassen
  • Ausruhen
  • Das Nichtstun, das Weinen und Schlafen zulassen und akzeptieren, dass es einem gerade nicht gut geht
  • Im Alltag ein paar Minuten nix tun – kein Handy/Fernsehen/Radio…
  • Meine Ruhe und MEINE Zeit genießen
  • Nichts sagen und nichts hören müssen – absolute Ruhe
  • Rückzug und Ruhe
  • Ruhe gönnen, ins Bett legen und auftanken
  • Schlafen
  • Schlafen und Kuscheln

Schlussbemerkung

Depressionen sind eine ernste Krankheit, die von Ärzten und Psychologen diagnostiziert wird. Diese Tut-Mir-Gut-Liste ersetzt keine professionelle Hilfe oder Therapie.

Vielen Dank

  • Solltest Du als Betroffener weitere Punkte haben, die hier nicht genannt sind, schreib sie uns hier oder auf Facebook
  • Vielen Dank im Namen aller, die wie ich auf einer langen Suche sind, für das Teilen dieser Liste.

2 Kommentare zu “Tut-Mir-Gut-Liste bei Depressionen

  • Mir hilft manchmal auch shoppen
    Den Frust verschlafen wenn schneidedruck besteht
    Ganz scharfes chilli pur essen bei hochstress.

    Lustige tietvideos auf YouTube ansehen oder ein Akkupunkturring.

  • Vielen lieben Dank für die tolle Liste! Ich hab Sie mir gespeichert und immer wenn ich jetzt mal wieder nicht weiß, was mir gerade gut tut, schau ich hier drauf. Ich finde dann immer einen Punkt, der mich daran erinnert, was mir gut tun könnte oder was ich mal ausprobieren könnte. Und abends freue ich mich dann, dass ich das gemacht habe 🙂

Dein Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bleib in Kontakt ...

Du bist nicht bei facebook, willst aber trotzem nichts verpassen?
Dann besuch oder folge uns gerne auch auf:

Pinterest
Google+
Twitter
  • √ = Affiliate-Link